Beiträge vom April 2010

Bayern-Star Franck Ribery ist kurz vor der WM in einen handfesten Sex- und Prostitutionsskandal verwickelt. Vor der französischen Justiz hat er gestanden, mit einer minderjährigen Prostituierten Sex gehabt zu haben.

Wegen Zuhälterei hat die Pariser Polizei vor einer Woche einen Nachtclub auf den Camps Elysées durchsucht und zwanzig junge Frauen vernommen. Eine von ihnen behauptete, noch im minderjährigen Alter mit Fußball-Star und Nationalspieler Franck Ribery Kontakt gehabt zu haben.

Ribery verwickelt in Prostitutionsskandal

Franck Ribery wurde nach Angaben seiner Anwältin in der Angelegenheit als Zeuge verhört, für sie sei das Thema damit erledigt. Ganz vom Tisch ist das Thema aber noch nicht, Ribery habe zugegeben, mit dem inzwischen volljährigen Mädchen Kontakt gehabt zu haben und habe sie sogar nach München kommen lassen.

Im Zuge der Ermittlungen gegen den Pariser Prostituierten-Ring kommt Ribery bisher nicht als Beschuldigter in Betracht, allerdings sei es dem ermittelnden Richter André Dando überlassen, ob er eine Anklage gegen Ribery einreicht. In Frankreich droht in solchen Fällen eine Gefängnisstrafe von drei Monaten sowie eine empfindliche Geldstrafe in Höhe von 45.000 Euro.   


Mit dem Direktverkauf geht der WM-Ticketverkauf in die fünfte und letzte Runde. Mit Pannen und teilweise chaotischen Verhältnissen startete der Direktverkauf von WM-Tickets im Gastgeberland Südafrika.

Seit dem Morgen können in den WM-Städten Südafrikas Eintrittskarten an offiziellen Vorverkaufsstellen erworben werden. Die günstigsten Karten kosten nur 14 Euro, was für lange Warteschlangen sorgte. In einer dieser Schlangen erlitt ein 65jähriger Mann beim Warten einen Schlaganfall. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen starb er noch vor Ort.

Direktverkauf von WM Tickets

Wegen des großen Andrangs, sei im Verlaufe des Tages das elektronische Kartensystem zusammengebrochen, verkündeten Medienberichte, das habe die Menschen hier enttäuscht und verärgert, hieß es weiter. Teilweise entstand daraufhin heftiges Gedränge, das die Polizei erst durch den Einsatz von Pfefferspray wieder auflösen konnte.

Bisher wurde beim Ticketverkauf nach der gängigen Praxis vorgegangen, d.h. Karten für die Fußball-Spiele mussten via Internet, im Vorhinein und per Kreditkarte gekauft werden. Da viele Südafrikaner jedoch keinen Internetanschluss besitzen und die Preis der Tickets das durchschnittliche Budget bei weitem übersteigt, hat die FIFA reagiert.

500.000 Tickets wurden von der FIFA nun in den Direktverkauf gegeben und sind ausschließlich für Südafrikern reserviert. Die Tickets wurden „re-kategorisiert“ und die Preise deutlich gesenkt. Die günstigsten Karten sind jetzt bereits für umgerechnet 14 Euro erhältlich. Die FIFA hofft mit der Aktion ohne viel Bürokratie die WM-Stadien voll zu bekommen. Bisher wurden teilweise auch wegen Sicherheitsbedenken der Europäer erst 2,2 Millionen Tickets über das Internet verkauft. Einzig das Endspiel ist zum jetzigen Zeitpunkt ausverkauft.   


Die Zukunft von Michael Ballack beim FC Chalsea sieht ungewiss aus. Seit Wochen pokert er um einen neuen Vertrag, doch der russische Klubbesitzer Abramowitsch will einen Umbruch in der Mannschaft.

Ob Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack ein weiteres Jahr für den englischen Tabellenführer FC Chelsea Fußball spielen darf, ist ungewiss. Kurz vor dem Ende der Saison hat der russische Klubbesitzer Roman Abramowitsch alle Vertragsverhandlungen mit den älteren Spielern auf Eis gelegt.

Michael Ballack beim FC Chelsea

Die Hinhaltetaktik von Abramowitsch scheint aufzugehen. Nach dem Aus in der Champions League hat Chelsea promt eine Siegesserie in der Premier League hingelegt, befindet sich auf Titelkurs und steht im Finale des FA-Cups gegen den FC Portsmouth. Noch ist Michael Ballack im Vertragspoker gelassen. „Ich sehe die Situation entspannt. Es betrifft ja auch andere Stars“, sagte er gegenüber der Bild-Zeitung. In der Tat, auch die Verträge mit dem portugiesischen Mittelfeldspieler Deco, dem französischen Stürmer Nicolas Anelka und dem englischen Flügelspieler Joe Cole wurden vorerst nicht verlängert.

Ballack will unbedingt weiterhin für den FC Chelsea kicken und seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag um ein Jahr plus Option auf eine weitere Spielzeit verlängern. „Ich will in den nächsten beiden Jahren auf allerhöchstem Niveau Fußball spielen“, sagte Ballack der Bild. Nicht zuletzt blickt der Kapitän dabei bereits auf die EM 2012.   


Bundestrainer Joachim Löw denkt über eine Begnadigung von Kevin Kuranyi nach. In einer dreitägigen Klausur im Schwarzwald beraten Löw und sein Trainerstab über den Kader für die Fußball-WM in Südafrika.

In einem Hotel in Baiersbronn im Schwarzwald haben sich Bundestrainer Joachim Löw, Assistent Hansi Flick, Torwarttrainer Andreas Köpke und Chefscout Urs Siegenthaler zurückgezogen. Drei Tage lang soll über den Kader für die Fußball-WM 2010 beraten werden. Der Fall Kuranyi kommt ebenfalls auf den Tisch.

Löw denkt über Begnadigung Kuranyis nach

„Wir haben gesagt, dass wir uns zusammensetzen und getroffene Entscheidungen noch einmal überdenken. Speziell dieses Thema ist ja allgegenwärtig - und ich lasse mich dahingehend auch gern beraten. Immerhin stehen wir vor einer Weltmeisterschaft. Da ist es wichtig, dass wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, die sich bieten“, sagte Löw gegenüber der Tageszeitung Die Welt. Nach wochenlangem Schweigen des Bundestrainers im Fall Kuranyi deutet sich also ein Umdenken an. Diese Trendwende scheint auch bitter nötig, denn die öffentliche Debatte wurde nicht zuletzt durch prominente Stimmen des Fußballs angeheizt. Der Schalker Stürmer Kevin Kuranyi gehört in der aktuellen Saison der Bundesliga zu den Toptorjägern und kann deshalb jede Menge Fürsprecher auf seiner Seite wähnen.

Noch kein Kontakt zwischen beiden

„Ich würde mich über eine zweite Chance freuen“, sagte Kuranyi gegenüber dem Sport-Informations-Dienst, betonte jedoch zugleich, dass er noch keinen Kontakt zu Löw aufgenommen habe und umgekehrt. Schalkes Trainer Felix Magath fordert indes eine schnelle Entscheidung von Jogi Löw. „Es wäre schon schön, wenn das Thema wie auch immer endlich erledigt wäre. Wir haben halt noch vier Wochen und einen Spieler, der eine ungelöste Situation hat, der beschäftigt sich natürlich damit“, sagte er gegenüber Sport1.   


Die Fußball-WM 2010 soll in 3D übertragen werden. FIFA und Sony haben sich darauf geeinigt, dass erstmals bei einer Weltmeisterschaft die neue Technik zum Zuge kommen soll. 25 Spiele, darunter Deutschland gegen Ghana,  können dann im 3D-Format live gesehen werden.

Wahnsinn, Fußball im 3D-Format, Vorsprung durch Technik, als befände man sich direkt im Stadion. Bildgewaltig und voller Emotionen verspricht die neue 3D-Technik zu sein, die Sony und FIFA erstmals zur WM 2010 in Südafrika einsetzen wollen.

Fußball-WM in 3D

In fünf Stadien kommt die neue Technik zum Einsatz. 14 HDC-Kameras (Modell Sony HDC-1500) werden dafür jeweils paarweise bei 25 Spielen aufgestellt und fangen das Geschehen auf dem Rasen dreidimensional ein. Im Soccer City Stadium und im Ellis Park Stadium in Johannesburg, in Durban, in Kapstadt und in Port Elizabeth setzt Sony die 3D-Technologie ein. Mindestens zwei Spiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Ghana und Australien, die Eröffnungspartie Südafrika gegen Mexiko, drei Viertelfinalspiele, die beiden Halbfinals und natürlich das Finale sollen in 3D gefilm werden.

„Es ist wirklich beeindruckend“, sagte Franz Beckenbauer nach der exklusiven 3D-Testvorführung der Bundesliga-Partie Leverkusen gegen HSV. Vor allem die Schärfe, die Tiefe und der Eindruck, ganz dicht dabei zu sein, sei erstaunlich.    


Im Champions League Halbfinale spielt Bayern München am 21. April gegen Olympique Lyon und träumt nach 2001 erneut vom ganz großen Sieg. Die Bilanz zwischen beiden Teams ist ausgeglichen.

Sechs Mal standen sich der deutsche Rekordmeister und die Franzosen aus Lyon in der Champions League bereits gegenüber. Man kennt sich und die Bilanz spiegelt ein ausgeglichenes Verhältnis wieder. Zwei Siege für die Bayern, zwei für Lyon, zwei Mal trennten sich beide unentschieden. Im k.o.-System feiert das Duell am 21. April Premiere.

Bayern dank Olic und „Robery“ weiter

Ein Jubelschrei ging durch die Reihen der Bayern-Fankurve von Old Traffod, als Arjen Robben in der 75. Spielminute das Tor zum 2:3 Endstand schoss. Die Zuschauer vor den Fernsehern mögen ebenso erleichtert aufgeatmet haben, denn die Partie gönnte 90 Minuten lang niemandem eine richtige Pause.

Alles andere als gut und hoffnungsvoll sah das Spiel noch in der ersten Halbzeit aus. Manchester United führte die Bayern-Elf regelrecht vor und die englischen Fans durften gleich drei Mal über Tore jubeln. Die entscheidende Wendung des Spiels führte erst in der 41. Minute Bayern-Stürmer Ivica Olic herbei. Mit dem 1:3 rüttelte er seine Mannschaft wach, die nach der Pause begann, an sich zu glauben.

Das Theatre of Dreams wurde anschließend dank der perfekten Zusammenarbeit von Frank Ribéry und Arjen Robben erneut zum glücklichen Pflaster für eine deutsche Mannschaft. Trotz Niederlage stehen die Bayern nun im Halbfinale der Champions League.    


Soll Kevin Kuranyi nun mit zur Fußball-WM oder besser nicht? Über diese Frage diskutiert gerade ganz Fußball-Deutschland und bleibt geteilter Meinung. Schalkes Stürmer Kevin Kuranyi ist derzeit Torschützenkönig in der Fußball-Bundesliga und die Nationalmannschaft um Bundestrainer Jogi Löw hat zur Zeit ein Problem mit ihrer Angriffsabteilung. Was läge da näher, als Kuranyi für die WM im Juni zu nominieren?

Diskussionen um Kevin Kuranyi

Bundestrainer Joachim Löw hält sich seit Wochen bedeckt im Fall Kuranyi. Auch wenn der öffentliche Druck immer größer wird, will sich Löw nicht über Kuranyi äußern und den endgültigen WM-Kader erst am 6. Mai bekannt geben. „Wir können und wollen nicht auf jede Spekulation um Personalien reagieren“, erklärte  Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff gegenüber der „Bild“-Zeitung. Ebenso wie zuvor bereits DFB-Sportdirektor Matthias Sammer und Bayern-Präsident Uli Hoeneß steht er damit Löw zur Seite.

„Joachim Löw verhält sich vollkommen korrekt. Ich verstehe es vollkommen, dass er sich nicht von den Medien vorschreiben lässt, wann er was zu entscheiden hat“, merkte Hoeneß an und auch Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn hält zu Löw. „Nur weil einer phasenweise eine gute Form hat, muss er nicht zwangsläufig mit zur WM. Denn ob er dann diese Form hat, ist längst nicht gesagt“, erklärte Kahn.

Kuranyi-Befürworter lassen Löw nicht in Ruhe

Im engsten Vertrautenkreis sammelt Jogi Löw bereits seit einiger Zeit Stimmen und Meinungen zum Fall Kuranyi. Seine bislang starr ablehnende Haltung könnte vielleicht bald in ein Umdenken münden. Während Kapitän Michael Ballack bereits seit Monaten eine Begnadigung Kuranyis fordert, scheint auch das restliche DFB-Team dieser Meinung zu folgen. Arne Friedrich und Tim Wiese sind für ein Comeback, Bastian Schweinsteiger ebenfalls, hält es allerdings für unrealistisch.

Joachim Löw will zuallererst nicht als Umfaller dastehen, sollte er Kuranyi im Mai doch noch nominieren. Er hatte den Schalker Stürmer vor 18 Monaten aus der DFB-Elf ausgeschlossen, weil dieser während des WM-Qualifikationsspiels gegen Russland unerlaubt und ohne Information die Mannschaft verlassen hatte.   


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