Champions League

Die Fünfjahreswertung der UEFA ist maßgeblich für die Vergabe der Startplätze in der Champions League verantwortlich. Derzeit hat Deutschland in dieser Wertung einen hauchdünnen Vorsprung vor Italien und könnte in der nächsten Saison vier Vereine in die Königsklasse entsenden.

Eigentlich hätte der Hamburger Sport Verein am Donnerstag schon alles klar machen müssen. Hätten die HSV Kicker gegen den FC Fulham gewonnen, dann wäre die Fünfjahreswertung der UEFA vorzeitig zu Gunsten Deutschlands entschieden gewesen. Mit der Niederlage hat der HSV aber nicht nur das Finale im eigenen Stadion verschenkt, auch lastet nun auf den Bayern allein die Bürde.

Man kann die Bayern lieben oder hassen, Fakt ist, sie sind der beste Fußballverein in Deutschland und regelmäßig mal länger, meistens weniger lang in der Champions League vertreten. Wenn es ein deutscher Verein schafft, dann meistens der FCB.

Entscheidend für die Fünfjahreswertung der UEFA ist, in welcher Spielklasse ein Verein aus welchem Land wie lange vertreten ist. Die UEFA vergibt für jeden Sieg, jedes Remis, für das Erreichen der Gruppenphase, des Viertel- und Halbfinales und des Finales in der Champions League und der Europa League eine bestimmte Anzahl an Punkten. Je höher eine Landes-Liga in der Fünfjahreswertung steht, desto mehr Vereine aus dieser Spielklasse haben die Möglichkeit, am internationalen Wettbewerb teilzunehmen.    


Das Champions League Finale 2010 wird zwischen Inter Mailand und Bayern München ausgefochten. Trotz 0:1 Niederlage gegen Barcelona „mauerten“ sich die Italiener dank des Hinspielerfolgs zum Halbfinalsieg.

Die Mannen um Trainerstar José Mourinho haben es geschafft, in Unterzahl mauerten sie sich 50 Minuten lang vor dem eigenen Tor ein und brachten Messi und co. zur Verzweiflung. Der Knackpunkt des Spiels ereignete sich in der 28. Minute. Thiago Motta foult Busquets und sieht dafür die rote Karte. Sofort beordert Mailand-Coach Mourinho alle Spieler in die Abwehr.

Der FC Barcelona stand unter Zugzwang, nach dem 1:3 im Hinspiel musste zu Hause etwas geschehen und so stürmten Messi und Ibrahimovic unentwegt auf das gegnerische Tor. Doch fortan ging gar nichts mehr, es war einfach kein Durchkommen für die Barca-Stürmer. Erst in der 84. Minute fiel der Siegtreffer für Barcelona, geschossen von Abwehrspieler Piqué, doch das Ergebnis reichte nicht aus, um ins Finale einzuziehen.

Während die einen von der „taktischen Meisterleistung“ José Mourinhos schwärmen, sprechen die anderen vom „Anti-Fußball“. Und in der Tat, diese krass defensive Spielweise zerstörte wirklich jede Spielfreude und war hässlich anzusehen. Unbestritten ist jedoch der Erfolg dieser Taktik, Inter Mailand steht jetzt im Finale der Königsklasse gegen den FC Bayern München.   


Frank Ribery ist für drei Spiele in der UEFA Champions League gesperrt worden. Zu diesem Urteil kam heute die Kontroll- und Disziplinarkommission der UEFA. Ribery fehlt dem FC Bayern München damit auch im Finale am 22. Mai in Madrid.

Nun ist es also amtlich, Ribery darf nicht mehr mitspielen, zumindest nicht in der Champions League. Einen Tag nach Bayerns Triumph im Halbfinale gegen Lyon verkündete Thomas Pratl, Leiter des Disziplinarausschusses der UEFA, dieses harte, aber wohl letztlich gerechtfertigte Urteil.

Aus der Traum vom Finale für Ribery und ein Tiefschlag für den FC Bayern, man hatte sich ein anderes Ergebnis erhofft, wenn nicht erwartet. Man habe „großes Vertrauen in die UEFA-Gerichtsbarkeit, dass das gewünschte Ergebnis rauskommt“, verkündete noch am Abend in Lyon Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Aber nix da, der Franzose wird in Madrid wohl von der Tribüne aus zugucken müssen.

Zeit zum Nachdenken für Ribery, dessen Saison alles andere als optimal verläuft. Erst Verletzungspech, dann die Prostitutions-Affäre in Paris, jetzt die Champions League Sperre. Ribery kann die Münchener momentan nur noch in der Bundesliga und im Pokalfinale gegen Werder Bremen am 15. Mai unterstützen.    


Im Halbfinal-Rückspiel der Fußball Champions League hat Bayern München 3:0 gegen Olympique Lyon gewonnen. Sie stehen nun im Finale der Königsklasse und treffen am 22. Mai auf Inter Mailand oder den FC Barcelona. In einer furiosen Partie erzielte Ivica Olic drei Tore.

Er war der Mann des Abends, Ivica Olic, er erzielte drei Tore und schoss die Bayern ins Champions League Finale. Die Bayern demonstrieren von Beginn an ihre Dominanz im Stade de Gerland gegen Olympique Lyon. Munter wurde nach vorn gespielt, keinem Zweikampf aus dem Weg gegangen, die Abwesenheit von Frank Ribery fiel überhaupt nicht auf.

Bereits in den Anfangsminuten hatte der FCB seine erste klare Torchance, Olic legte auf, Thomas Müller schoss nur knapp am Tor der Franzosen vorbei. Vor 42.000 Zuschauern waren die Münchener von Beginn an präsent und hellwach. Trotz einwöchiger Spielpause war Lyon hingegen schwach und ideenlos. OL stand zum ersten Mal in einen CL-Halbfinale, doch am gestrigen Abend hatten sie den furios auftrumpfenden Bayern einfach nichts entgegen zu setzen.

Olic zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten. Nach dem 1:0 in der 26. Minute durch Knipser Ivica Olic schien der Bann gebrochen und die Bayer nicht mehr aufzuhalten. Es folgte das 2:0 in der 67. Minute und das mehr als verdiente 3:0 in der 77. Spielminute. Einzig dank Nationalkeeper Lloris wurde die Partie nicht zu einer Blamage für Olympique Lyon. Am Ende gewannen die Bayern souverän, was in erster Linie ihrer kompakten Mannschaftsleistung zu verdanken war. Des Trainers Handschrift auch hier deutlich zu erkennen.   


Im Champions League Halbfinale spielt Bayern München am 21. April gegen Olympique Lyon und träumt nach 2001 erneut vom ganz großen Sieg. Die Bilanz zwischen beiden Teams ist ausgeglichen.

Sechs Mal standen sich der deutsche Rekordmeister und die Franzosen aus Lyon in der Champions League bereits gegenüber. Man kennt sich und die Bilanz spiegelt ein ausgeglichenes Verhältnis wieder. Zwei Siege für die Bayern, zwei für Lyon, zwei Mal trennten sich beide unentschieden. Im k.o.-System feiert das Duell am 21. April Premiere.

Bayern dank Olic und „Robery“ weiter

Ein Jubelschrei ging durch die Reihen der Bayern-Fankurve von Old Traffod, als Arjen Robben in der 75. Spielminute das Tor zum 2:3 Endstand schoss. Die Zuschauer vor den Fernsehern mögen ebenso erleichtert aufgeatmet haben, denn die Partie gönnte 90 Minuten lang niemandem eine richtige Pause.

Alles andere als gut und hoffnungsvoll sah das Spiel noch in der ersten Halbzeit aus. Manchester United führte die Bayern-Elf regelrecht vor und die englischen Fans durften gleich drei Mal über Tore jubeln. Die entscheidende Wendung des Spiels führte erst in der 41. Minute Bayern-Stürmer Ivica Olic herbei. Mit dem 1:3 rüttelte er seine Mannschaft wach, die nach der Pause begann, an sich zu glauben.

Das Theatre of Dreams wurde anschließend dank der perfekten Zusammenarbeit von Frank Ribéry und Arjen Robben erneut zum glücklichen Pflaster für eine deutsche Mannschaft. Trotz Niederlage stehen die Bayern nun im Halbfinale der Champions League.