Jens Lehmann – Karriereende zum Saisonschluss
Jens Lehmann wird seine Karriere zum Saisonschluss beenden. Der Ex-Nationaltorhüter und Profi beim VfB Stuttgart verkündete auf einer Pressekonferenz seinen Entschluss der Öffentlichkeit. Der Familie wegen bestreitet Lehmann am 8. Mai sein letztes Spiel.
Schweren Herzens, aber immerhin endgültig, zog Torwart Jens Lehmann nun einen Schlussstrich. Zum Saisonende am 8. Mai wolle er seine Karriere beenden. Der Familienrat habe das entschieden, so Lehmann auf der Pressekonferenz am Dienstag. Lehmann steht seit 2008 im Tor des VfB Stuttgart und bestritt 61 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft.
Karriereende von Jens Lehmann
Seit einiger Zeit schon wird in den Medien über das Ende von Jens Lehmanns Karriere spekuliert, zuletzt gingen die Spekulationen allerdings in eine ganz andere Richtung. Lehmann werde noch ein Jahr beim VfB verlängern, oder Lehmann denke noch einmal über einen Wechsel ins Ausland nach, hieß es. All das ist auf Lehmanns hervorragende Leistung zurückzuführen, allerdings setzte der Keeper heute einen Schlussstrich unter die wilden Gerüchte.
„Ich bin immer noch fit und werde den Fußball vermissen. Es waren zwei schöne Jahre in Stuttgart“, sagte der Keeper auf der Pressekonferenz. Für die Zukunft hat Jens Lehmann nun andere Dinge vor. Zunächst wird er während der Fußball-WM in Südafrika als TV-Experte arbeiten, danach will er mit seiner Familie richtig Urlaub machen.
Die große Karriere des Jens Lehmann
Auf dem Platz hat Torwart Jens Lehmann alle Facetten gezeigt und machte sich nicht immer beliebt bei den Fans. “Entspannt auf dem Rasen? Ich will gewinnen. Ich bin im Ruhrgebiet aufgewachsen: Da musst du kämpfen. Mit Nettsein und Entspannung kommst du nicht weiter“, sagte Lehmann einst und trifft damit den Kern seines Charakters. So legte sich Lehmann regelmäßig mit Gegenspielern, Trainern, Vereinschefs und Fans an.Dennoch überzeugte Lehmann stets mit Leistung. Mit dem FC Schalke 04 wurde der Keeper 1997 UEFA-Pokalsieger, mit Borussia Dortmund 2002 Deutscher Meister. Im Ausland agierte Lehmann weniger glücklich, doch immerhin erreichte er mit dem FC Arsenal (2003 bis 2008) das Champions-League-Finale gegen den FC Barcelona.
Für die deutsche Nationalmannschaft stand Jens Lehmann bei 61 Länderspielen im Tor. Sein größter Konkurrent war stets Bayernstar und Torwart-Legende Oliver Kahn, gerne auch Titan-Kahn genannt. Unter Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann wurde Jens Lehmann jedoch während der WM 2006 und EM 2008 zur Nummer 1 im deutschen Tor. Klinsmanns Nachfolger Joachim Löw hatte ihn allerdings nach dem EM-Finale nicht mehr für das Nationalteam berücksichtigt.