Löw bedenkt Begnadigung von Kuranyi
Bundestrainer Joachim Löw denkt über eine Begnadigung von Kevin Kuranyi nach. In einer dreitägigen Klausur im Schwarzwald beraten Löw und sein Trainerstab über den Kader für die Fußball-WM in Südafrika.
In einem Hotel in Baiersbronn im Schwarzwald haben sich Bundestrainer Joachim Löw, Assistent Hansi Flick, Torwarttrainer Andreas Köpke und Chefscout Urs Siegenthaler zurückgezogen. Drei Tage lang soll über den Kader für die Fußball-WM 2010 beraten werden. Der Fall Kuranyi kommt ebenfalls auf den Tisch.
Löw denkt über Begnadigung Kuranyis nach
„Wir haben gesagt, dass wir uns zusammensetzen und getroffene Entscheidungen noch einmal überdenken. Speziell dieses Thema ist ja allgegenwärtig - und ich lasse mich dahingehend auch gern beraten. Immerhin stehen wir vor einer Weltmeisterschaft. Da ist es wichtig, dass wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, die sich bieten“, sagte Löw gegenüber der Tageszeitung Die Welt. Nach wochenlangem Schweigen des Bundestrainers im Fall Kuranyi deutet sich also ein Umdenken an. Diese Trendwende scheint auch bitter nötig, denn die öffentliche Debatte wurde nicht zuletzt durch prominente Stimmen des Fußballs angeheizt. Der Schalker Stürmer Kevin Kuranyi gehört in der aktuellen Saison der Bundesliga zu den Toptorjägern und kann deshalb jede Menge Fürsprecher auf seiner Seite wähnen.
Noch kein Kontakt zwischen beiden
„Ich würde mich über eine zweite Chance freuen“, sagte Kuranyi gegenüber dem Sport-Informations-Dienst, betonte jedoch zugleich, dass er noch keinen Kontakt zu Löw aufgenommen habe und umgekehrt. Schalkes Trainer Felix Magath fordert indes eine schnelle Entscheidung von Jogi Löw. „Es wäre schon schön, wenn das Thema wie auch immer endlich erledigt wäre. Wir haben halt noch vier Wochen und einen Spieler, der eine ungelöste Situation hat, der beschäftigt sich natürlich damit“, sagte er gegenüber Sport1.