Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr Trainingslager auf Sizilien verlassen und zieht weiter nach Südtirol. Michael Ballack verabschiedete sich von seiner Mannschaft mit aufmunternden Worten.
„Ihr seid ein starkes Team, egal, wer nominiert ist und wer spielt. Ich bin sicher, dass ihr eine gute und erfolgreiche WM spielen werdet“, sagte Ballack vor der versammelten Mannschaft im Rocco Forte Resort. Diese ist mittlerweile weiter nach Südtirol ins zweite Trainingslager gereist. Bis zum 2. Juni wird der deutsche WM-Kader im Fünf-Sterne-Wellnesshotel Weinegg logieren, „komplett gesponsert“ von der Region Südtirol, sagte Team-Manager Oliver Bierhoff stolz.
Der verletzte Michael Ballack wird von Sizilien aus weiter nach Mallorca reisen und in der Fernsehshow „Wetten, dass…?“ mit Thomas Gottschalk auftreten. „Ich hoffe, dass du bald wieder fit bist und dann mit uns wieder in der Nationalmannschaft auf dem Platz stehst“, versuchte der Bremer Abwehrchef Per Mertesakter Ballack noch einmal aufzumuntern.
Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack wird definitiv nicht mit zur Fußball-WM 2010 fahren. Dies verkündete der DFB in einer Pressemitteilung. Michael Ballack hat sich einen Riss des Innenbandes und einen Teilriss des vorderen Syndesmosebandes des rechten Sprunggelenks zugezogen. Bis zur WM wird er nicht wieder fit sein.
Das ist ganz bitter für die deutsche Elf. Ausgerechnet ihr Kapitän und Mittelfeld-Stratege Michael Ballack fährt nicht mit nach Südafrika. Eine Kernspintomographie im München brachte darüber letzte Gewissheit. Von Seiten der Ärzte heißt es, Ballack könne frühestens in acht Wochen wieder mit dem Training beginnen. Mit dieser Diagnose wird eine Teilnahme an der WM für Ballack unmöglich.
„Ich bin natürlich sauer und enttäuscht, aber ich will das jetzt nicht bewerten. Wenn man zwei, drei Wochen vor der WM so eine Diagnose bekommt, ist das natürlich bitter“, sagte Ballack. Auch für Bundestrainer Löw ist diese Diagnose bitter. „Wir sind darüber alle sehr traurig. Michael Ballack ist für uns ein wichtiger Spieler, ein Weltklassespieler, der gerade auch in den entscheidenden Partien eine tragende Rolle gespielt hat. Von daher waren wir heute Morgen geschockt, als wir die Nachricht erfahren haben“, hieß es von Löw aus dem Trainingslager in Sizilien.
Na, das fängt ja toll an. Deutschlands nominell bester Stürmer darf nicht mit zur WM und Deutschlands bester Keeper kann nicht mit. Bundestrainer Jogi Löw hat es nicht leicht, aber angeblich einen Plan.
Stürmer Kevin Kuranyi darf nicht mit zur WM nach Südafrika fahren. Bundestrainer Löw teilte Kuranyi seine Entscheidung am Montag per Telefon mit. Grund, Kuranyi passe taktisch und personell nicht ins Konzept.
„Es wäre für uns kein Problem gewesen, ihm trotzdem in der Nationalmannschaft eine neue Chance zu geben. Bei allen Überlegungen in unserem Trainerteam sind wir jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass wir taktisch und personell andere Vorstellungen für die Zusammenstellung des WM-Aufgebots haben“, verkündete Löw nach wochenlangen Diskussionen am Montag.
Für Kuranyi ist es bereits die zweite verpasste WM-Chance nach 2006, allerdings dürfte nach der sehr guten Bundesliga Saison die Enttäuschung doppelt so groß sein. Jetzt werde er sich wie jeder andere Fan die WM vor dem Fernseher ansehen müssen, verkündete Kuranyi, der die Entscheidung des Bundestrainers voll akzeptiere und respektiere.
Während Löw für den WM-Sturm auf in der Bundesliga alles andere als erfolgreiche Stürmer wie Klose und Podolski setzt, hatte er sich im Tor auf den erfolgreichen Keeper Adler festgelegt. Die Entscheidung über die Nummer eins im Tor fiel bereits vor Wochen, und nun, Tiefschlag, alles geht von vorne los.
Nach dem mageren 0:0 im Europa League Halbfinale gegen den FC Fullham ist für die Hanseaten zwar noch alles drin, aber dafür müssen sie sich im Rückspiel deutlich steigern.
„Die beste Möglichkeit, Träume zu verwirklichen, ist aufzuwachen!“ Dieser Spruch stand in großen Lettern über die ganze Westtribüne der HSV-Arena. Genützt hat es nichts, der HSV ist alles andere als aufgewacht und kam über ein müdes und langweiliges 0:0 gegen Fullham nicht hinaus.
Hamburg spielt ängstlich und kopflos
Nach dem torlosen Remis drängt sich der Eindruck auf, die Hamburger spielten kopflos und vor Angst gelähmt. Auch scheint das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer nicht mehr das beste zu sein, bei noch verbleibenden drei Spielen in der Bundesliga steht Hamburg derzeit auf Platz Sieben der Tabelle, die Tendenz zeigt nach unten. Der Gewinn der Europa League scheint momentan die einzig realistische Möglichkeit, im nächsten Jahr international zu spielen.
Dafür müsste der HSV allerdings so schnell wie möglich aus seiner Lethargie aufwachen und das Halbfinal-Rückspiel gegen Fullham in London gewinnen. Die Ausgangsposition ist ja nicht schlecht. „Es war nicht einfach heute für uns, Fulham hat nur verteidigt. Wir müssen nächste Woche ein Mittel finden, die dichte Abwehr zu knacken“, sagte HSV-Abwehrchef Joris Mathijsen nach dem Hinspiel.
Die Zukunft von Michael Ballack beim FC Chalsea sieht ungewiss aus. Seit Wochen pokert er um einen neuen Vertrag, doch der russische Klubbesitzer Abramowitsch will einen Umbruch in der Mannschaft.
Ob Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack ein weiteres Jahr für den englischen Tabellenführer FC Chelsea Fußball spielen darf, ist ungewiss. Kurz vor dem Ende der Saison hat der russische Klubbesitzer Roman Abramowitsch alle Vertragsverhandlungen mit den älteren Spielern auf Eis gelegt.
Michael Ballack beim FC Chelsea
Die Hinhaltetaktik von Abramowitsch scheint aufzugehen. Nach dem Aus in der Champions League hat Chelsea promt eine Siegesserie in der Premier League hingelegt, befindet sich auf Titelkurs und steht im Finale des FA-Cups gegen den FC Portsmouth. Noch ist Michael Ballack im Vertragspoker gelassen. „Ich sehe die Situation entspannt. Es betrifft ja auch andere Stars“, sagte er gegenüber der Bild-Zeitung. In der Tat, auch die Verträge mit dem portugiesischen Mittelfeldspieler Deco, dem französischen Stürmer Nicolas Anelka und dem englischen Flügelspieler Joe Cole wurden vorerst nicht verlängert.
Ballack will unbedingt weiterhin für den FC Chelsea kicken und seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag um ein Jahr plus Option auf eine weitere Spielzeit verlängern. „Ich will in den nächsten beiden Jahren auf allerhöchstem Niveau Fußball spielen“, sagte Ballack der Bild. Nicht zuletzt blickt der Kapitän dabei bereits auf die EM 2012.
Die Fußball-WM 2010 soll in 3D übertragen werden. FIFA und Sony haben sich darauf geeinigt, dass erstmals bei einer Weltmeisterschaft die neue Technik zum Zuge kommen soll. 25 Spiele, darunter Deutschland gegen Ghana, können dann im 3D-Format live gesehen werden.
Wahnsinn, Fußball im 3D-Format, Vorsprung durch Technik, als befände man sich direkt im Stadion. Bildgewaltig und voller Emotionen verspricht die neue 3D-Technik zu sein, die Sony und FIFA erstmals zur WM 2010 in Südafrika einsetzen wollen.
Fußball-WM in 3D
In fünf Stadien kommt die neue Technik zum Einsatz. 14 HDC-Kameras (Modell Sony HDC-1500) werden dafür jeweils paarweise bei 25 Spielen aufgestellt und fangen das Geschehen auf dem Rasen dreidimensional ein. Im Soccer City Stadium und im Ellis Park Stadium in Johannesburg, in Durban, in Kapstadt und in Port Elizabeth setzt Sony die 3D-Technologie ein. Mindestens zwei Spiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Ghana und Australien, die Eröffnungspartie Südafrika gegen Mexiko, drei Viertelfinalspiele, die beiden Halbfinals und natürlich das Finale sollen in 3D gefilm werden.
„Es ist wirklich beeindruckend“, sagte Franz Beckenbauer nach der exklusiven 3D-Testvorführung der Bundesliga-Partie Leverkusen gegen HSV. Vor allem die Schärfe, die Tiefe und der Eindruck, ganz dicht dabei zu sein, sei erstaunlich.
Soll Kevin Kuranyi nun mit zur Fußball-WM oder besser nicht? Über diese Frage diskutiert gerade ganz Fußball-Deutschland und bleibt geteilter Meinung. Schalkes Stürmer Kevin Kuranyi ist derzeit Torschützenkönig in der Fußball-Bundesliga und die Nationalmannschaft um Bundestrainer Jogi Löw hat zur Zeit ein Problem mit ihrer Angriffsabteilung. Was läge da näher, als Kuranyi für die WM im Juni zu nominieren?
Diskussionen um Kevin Kuranyi
Bundestrainer Joachim Löw hält sich seit Wochen bedeckt im Fall Kuranyi. Auch wenn der öffentliche Druck immer größer wird, will sich Löw nicht über Kuranyi äußern und den endgültigen WM-Kader erst am 6. Mai bekannt geben. „Wir können und wollen nicht auf jede Spekulation um Personalien reagieren“, erklärte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff gegenüber der „Bild“-Zeitung. Ebenso wie zuvor bereits DFB-Sportdirektor Matthias Sammer und Bayern-Präsident Uli Hoeneß steht er damit Löw zur Seite.
„Joachim Löw verhält sich vollkommen korrekt. Ich verstehe es vollkommen, dass er sich nicht von den Medien vorschreiben lässt, wann er was zu entscheiden hat“, merkte Hoeneß an und auch Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn hält zu Löw. „Nur weil einer phasenweise eine gute Form hat, muss er nicht zwangsläufig mit zur WM. Denn ob er dann diese Form hat, ist längst nicht gesagt“, erklärte Kahn.
Kuranyi-Befürworter lassen Löw nicht in Ruhe
Im engsten Vertrautenkreis sammelt Jogi Löw bereits seit einiger Zeit Stimmen und Meinungen zum Fall Kuranyi. Seine bislang starr ablehnende Haltung könnte vielleicht bald in ein Umdenken münden. Während Kapitän Michael Ballack bereits seit Monaten eine Begnadigung Kuranyis fordert, scheint auch das restliche DFB-Team dieser Meinung zu folgen. Arne Friedrich und Tim Wiese sind für ein Comeback, Bastian Schweinsteiger ebenfalls, hält es allerdings für unrealistisch.
Joachim Löw will zuallererst nicht als Umfaller dastehen, sollte er Kuranyi im Mai doch noch nominieren. Er hatte den Schalker Stürmer vor 18 Monaten aus der DFB-Elf ausgeschlossen, weil dieser während des WM-Qualifikationsspiels gegen Russland unerlaubt und ohne Information die Mannschaft verlassen hatte.
Die Fußballeuropameisterschaft 2012 wird vom 9. Juni bis zum 1. Juli in Polen und der Ukraine stattfinden. Ort, Zeit und Quali-Gruppengegner stehen bereits fest, nur die rechte Aufmerksamkeit fehlt noch. Kein Wunder bei all dem Trubel um die WM in Südafrika in diesem Sommer und die Frauen-WM 2011 in Deutschland, aber Grund genug, sich die EURO einmal genauer anzuschauen.
Seit dem 7. Februar ist es offiziell, die Liste der deutschen Gruppengegner auf dem Weg zur Europameisterschaft 2012 steht fest. Die Auslosung in Warschau ergab, Deutschland ist in der Gruppe A und muss gegen die Türkei, Österreich, Belgien, Kasachstan und Aserbaidschan ran. Auf dem Papier klingt die Qualifikation machbar, bedenkt man allerdings den Dusel der deutschen Elf wie bei so vielen bisherigen Qualifikationsphasen, könnte es mehr als spannend werden. Vor allem das Spiel gegen die Türkei trägt einige Brisanz in sich, hatte doch Deutschland während der EM 2008 die Türkei aus dem Halbfinale gekickt und somit aller Hoffnungen auf einen Titel beraubt.
Die EURO ist schwieriger als die WM
Das Klischee hält sich hartnäckig, ist aber nicht ganz von der Hand zu weisen. Während der Europameisterschaft ist in der Tat die Leistungsdichte im Allgemeinen höher, da es in Europa sehr viele Clubs, Länder und Spieler gibt. Zur WM ist wiederum der internationale Druck größer und es geht um sehr viel mehr Ruhm und Ehre mit einer weltweiten medialen Aufmerksamkeit. Fest steht allerdings jetzt schon, die Fußballübertragungsrechte während der EM bleiben bei ARD und ZDF, sie übertragen 27 von 31 Spielen.
Was bringen Sie mit dem Gedanken an Hannover 96 in Erinnerung? Sehen Sie den grünen Kreis mit der majestätischen sechsundneunzig in der Mitte? Was bedeutet sie und für was steht sie? Oder keimen alte Gefühle über den tragischen Tod des Nationaltorwarts Robert Enke wieder in Ihnen auf?
Die Änfänge nimmt der Fußballklub am 12. April 1896, als die Stadt Hannover den “Hannoverscher Fußball- Klub ” gründet, welcher sich trotz der Bezeichnung ,Fußballklub, zunächst nur dem Rugby zu wendet. Erst später im Jahre 1899 wird die Mannschaft auch als funktionierentes Team im Umgang mit dem runden Lederball bekannt.
Nach jahrelangem Aufenthalt in Stadt- und Kreisligen in denen die Hannoveraner auf heimischem Platz stets eine souveräne Leistungen ablieferten wird die Mannschaft in der Saison von 1937/38 unter der Leitung des ersten hauptberuflichen Trainiers Robert Fuchs (* 10. Dezember 1891; † 19. November 1958) Deutscher Meister im Fußball. Damals gewann Hannover 96 beim Rückspiel ( Hinspiel 3:3) nach einem spannendem Duell mit 4:3 nach Verlängerung gegen Schalke 04.
Das Jahr 1945, Kriegsende. Auch der hannoveranische Sportverein blieb von den Folgen der terroristischen Diktatur nicht verschont und spürte dies in voller Härte; die Siegermächte des zweiten Weltkrieges lösten alle Sportvereine mit sofortiger Wirkung auf. 1946 wurde er aber wieder in das Leben des Fußballs zurückgerufen. Einen herben Rückschlag erfährt Hannovers Mannschaft auch 1963 als der Antrag auf einen Aufenthalt in der ersten Fußball Bundesliga abgelehnt wurde. Die Mannschaft war zu diesem Zeitpunkt einfach nicht gut genug und so machte Eintracht Braunschweig das Rennen.
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika wird die Nationalmannschaft Ghanas eine von insgesamt sechs teilnehmenden afrikanischen Mannschaften sein. Zum zweiten Mal konnte sich das Team für eine Weltmeisterschaft qualifizieren.
Bei der bisher einzigen Teilnahme an einer WM konnte ein Achtungserfolg erzielt werden: 2006 in Deutschland erreichten die “Black Stars” als einziges afrikanisches Land das Achtelfinale, wo man sich Rekordweltmeister Brasilien geschlagen geben musste.
Für das Team der westafrikanischen Republik wird es allerdings nicht leicht, diesen Erfolg bei der ersten Weltmeisterschaft auf afrikanischem Boden zu wiederholen. Mit Serbien, Australien und Deutschland erwartet die Mannschaft des serbischen Trainers Milovan Rajevac drei sehr starke Gruppengegner.
Dass man die Mannschaft dennoch nicht vorschnell abschreiben sollte, hat sie jüngst mit dem zweiten Platz bei der afrikanischen Kontinentalmeisterschaft bewiesen. Zudem verfügt das Team über international erfahrene Spieler, allen voran Mittelfeldakteur Michael Essien, der in der englischen Premier League beim FC Chelsea unter Vertrag steht.