WM-Aus für Christian Träsch

27. Mai | Deutschland WM 2010 |

Für Mittelfeld-Spieler Christian Träsch ist der Traum von der WM zerplatzt. Bei einem Testspiel der DFB-Elf gegen den FC Südtirol zog sich der Stuttgarter eine schwere Kapsel- und Bandverletzung im rechten Sprunggelenk zu.

Nach Angaben von Bundestrainer-Assistent Hansi Flick sei Christian Träsch erst in sechs Wochen wieder spielfähig und somit nicht in der Lage, an der WM in Südafrika teilzunehmen. „Wir werden noch gemeinsam Mittagessen, danach wird sich Christian Träsch verabschieden.“ So einfach und so bitter kann es laufen, ein Problem mehr für Trainer Joachim Löw. Träsch hätte, so Flick, dem WM-Kader angehört, denn er habe „in den vergangenen Wochen absolut überzeugt“.

Man könnte meinen, spätestens jetzt habe Löw ernste Personalsorgen, zumindest im Mittelfeld. Eigentlich kommt neben Bastian Schweinsteiger nur noch Sami Khedira in Frage. Hansi Flick beruhigt jedoch und meint, „auch Heiko Westermann und Dennis Aogo haben dort schon gespielt. Wir haben noch die eine oder andere Alternative im Kopf“. Problematisch wird es aber wohl für die sechs vorzeitig von Löw nominierten Stürmer.  Offensichtlich steht die Entscheidung doch wieder zur Disposition, denn Löw wolle keine Nachnominierungen, so Flick. „Wir haben noch Zeit, werden alles in Ruhe analysieren. Dann werden wir am 1. Juni den Kader fixieren, der uns den größtmöglichen Erfolg verspricht“, versicherte er.

Vor den nächsten Testspielen gegen Ungarn und Bosnien-Herzegowina vor der Fussball WM habe man überhaupt keine Angst, so Flick, das Verletzungsrisiko sei einkalkuliert, aber die Erkenntnisse stünden im Vordergrund. Um das Risiko jedoch etwas abzuschwächen, werde man gegen Ungarn eventuell auf einige Nationalspieler verzichten, die stattdessen Trainingseinheiten absolvieren.

Bundestrainer Joachim Löw freut sich derweil, erstmals alle Spieler beisammen zu haben. Für zwischenzeitliche Aufregung sorgte kürzlich Thomas Müller. Er ist im Trainingslager vom Fahrrad gefallen, hat sich neben ein paar Schürfwunden und einer Platzwunde am Kinn aber keine ernsthaften Verletzungen zugezogen. Bei solchen Sport Nachrichten kann noch erleichtert aufatmen.


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