WM-Tickets – Direktverkauf soll volle Stadien sichern

16. April | Deutschland WM 2010 |

Mit dem Direktverkauf geht der WM-Ticketverkauf in die fünfte und letzte Runde. Mit Pannen und teilweise chaotischen Verhältnissen startete der Direktverkauf von WM-Tickets im Gastgeberland Südafrika.

Seit dem Morgen können in den WM-Städten Südafrikas Eintrittskarten an offiziellen Vorverkaufsstellen erworben werden. Die günstigsten Karten kosten nur 14 Euro, was für lange Warteschlangen sorgte. In einer dieser Schlangen erlitt ein 65jähriger Mann beim Warten einen Schlaganfall. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen starb er noch vor Ort.

Direktverkauf von WM Tickets

Wegen des großen Andrangs, sei im Verlaufe des Tages das elektronische Kartensystem zusammengebrochen, verkündeten Medienberichte, das habe die Menschen hier enttäuscht und verärgert, hieß es weiter. Teilweise entstand daraufhin heftiges Gedränge, das die Polizei erst durch den Einsatz von Pfefferspray wieder auflösen konnte.

Bisher wurde beim Ticketverkauf nach der gängigen Praxis vorgegangen, d.h. Karten für die Fußball-Spiele mussten via Internet, im Vorhinein und per Kreditkarte gekauft werden. Da viele Südafrikaner jedoch keinen Internetanschluss besitzen und die Preis der Tickets das durchschnittliche Budget bei weitem übersteigt, hat die FIFA reagiert.

500.000 Tickets wurden von der FIFA nun in den Direktverkauf gegeben und sind ausschließlich für Südafrikern reserviert. Die Tickets wurden „re-kategorisiert“ und die Preise deutlich gesenkt. Die günstigsten Karten sind jetzt bereits für umgerechnet 14 Euro erhältlich. Die FIFA hofft mit der Aktion ohne viel Bürokratie die WM-Stadien voll zu bekommen. Bisher wurden teilweise auch wegen Sicherheitsbedenken der Europäer erst 2,2 Millionen Tickets über das Internet verkauft. Einzig das Endspiel ist zum jetzigen Zeitpunkt ausverkauft.


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