EM 2012 Qualifikation - nach der WM ist vor der EURO
Die Fußballeuropameisterschaft 2012 wird vom 9. Juni bis zum 1. Juli in Polen und der Ukraine stattfinden. Ort, Zeit und Quali-Gruppengegner stehen bereits fest, nur die rechte Aufmerksamkeit fehlt noch. Kein Wunder bei all dem Trubel um die WM in Südafrika in diesem Sommer und die Frauen-WM 2011 in Deutschland, aber Grund genug, sich die EURO einmal genauer anzuschauen.
Seit dem 7. Februar ist es offiziell, die Liste der deutschen Gruppengegner auf dem Weg zur Europameisterschaft 2012 steht fest. Die Auslosung in Warschau ergab, Deutschland ist in der Gruppe A und muss gegen die Türkei, Österreich, Belgien, Kasachstan und Aserbaidschan ran. Auf dem Papier klingt die Qualifikation machbar, bedenkt man allerdings den Dusel der deutschen Elf wie bei so vielen bisherigen Qualifikationsphasen, könnte es mehr als spannend werden. Vor allem das Spiel gegen die Türkei trägt einige Brisanz in sich, hatte doch Deutschland während der EM 2008 die Türkei aus dem Halbfinale gekickt und somit aller Hoffnungen auf einen Titel beraubt.
Die EURO ist schwieriger als die WM
Das Klischee hält sich hartnäckig, ist aber nicht ganz von der Hand zu weisen. Während der Europameisterschaft ist in der Tat die Leistungsdichte im Allgemeinen höher, da es in Europa sehr viele Clubs, Länder und Spieler gibt. Zur WM ist wiederum der internationale Druck größer und es geht um sehr viel mehr Ruhm und Ehre mit einer weltweiten medialen Aufmerksamkeit. Fest steht allerdings jetzt schon, die Fußballübertragungsrechte während der EM bleiben bei ARD und ZDF, sie übertragen 27 von 31 Spielen.Ohne Jogi fahrn wir zur EM
Auszuschließen ist es nicht, dass Team Deutschland auf dem Weg zur EM-Qualifikation unter einem neuen Trainerteam spielt. Während des Vertragspokers herrschte bisweilen eisige Stimmung zwischen dem Duo Joachim Löw/ Oliver Bierhoff und dem DFB-Verantwortlichen Theo Zwanziger. Die Verhandlungen um eine Vertragsverlängerung wurden nun vorerst stillgelegt und auf die Zeit nach der WM verschoben.
Kräfte sammeln
Die Zukunft der Nationalmannschaft und auch die von Löw und Bierhoff hängt ganz entscheidend vom deutschen Abschneiden bei der Weltmeisterschaft ab. Zum einen geht es um das ob und unter welchen Konditionen das jetzige Trainergespann am Ball bleiben darf, zum anderen welche Spieler sich durchsetzen und sich für die EM-Qualifikation empfehlen. Der Weg zum Titel ist hart und beschwerlich. In insgesamt neun Gruppen kämpfen 51 europäische Länder um die 14 freien Startplätze, die beiden Gastgeberländer Polen und Ukraine sind automatisch qualifiziert. Los geht’s für die deutsche Elf am 3. September im ersten Spiel gegen Belgien – mit oder ohne Löw.