Hannover 96 - Geschichte eines deutschen Traditionsklubs
Was bringen Sie mit dem Gedanken an Hannover 96 in Erinnerung? Sehen Sie den grünen Kreis mit der majestätischen sechsundneunzig in der Mitte? Was bedeutet sie und für was steht sie? Oder keimen alte Gefühle über den tragischen Tod des Nationaltorwarts Robert Enke wieder in Ihnen auf?
Die Änfänge nimmt der Fußballklub am 12. April 1896, als die Stadt Hannover den “Hannoverscher Fußball- Klub ” gründet, welcher sich trotz der Bezeichnung ,Fußballklub, zunächst nur dem Rugby zu wendet. Erst später im Jahre 1899 wird die Mannschaft auch als funktionierentes Team im Umgang mit dem runden Lederball bekannt.
Nach jahrelangem Aufenthalt in Stadt- und Kreisligen in denen die Hannoveraner auf heimischem Platz stets eine souveräne Leistungen ablieferten wird die Mannschaft in der Saison von 1937/38 unter der Leitung des ersten hauptberuflichen Trainiers Robert Fuchs (* 10. Dezember 1891; † 19. November 1958) Deutscher Meister im Fußball. Damals gewann Hannover 96 beim Rückspiel ( Hinspiel 3:3) nach einem spannendem Duell mit 4:3 nach Verlängerung gegen Schalke 04.
Das Jahr 1945, Kriegsende. Auch der hannoveranische Sportverein blieb von den Folgen der terroristischen Diktatur nicht verschont und spürte dies in voller Härte; die Siegermächte des zweiten Weltkrieges lösten alle Sportvereine mit sofortiger Wirkung auf. 1946 wurde er aber wieder in das Leben des Fußballs zurückgerufen. Einen herben Rückschlag erfährt Hannovers Mannschaft auch 1963 als der Antrag auf einen Aufenthalt in der ersten Fußball Bundesliga abgelehnt wurde. Die Mannschaft war zu diesem Zeitpunkt einfach nicht gut genug und so machte Eintracht Braunschweig das Rennen.
Doch auch dieses Problem erledigte sich schnell, denn schon eine Saison später war es dann soweit: Hannover 96 kickte in der Fußball Bundesliga, wo sie sich auch zehn weitere Jahre aufhielt. 1974 ein erneuter Rückschlag: der Abstieg in die zweite Bundesliga. In den Jahren darauf folgten ein weiterer Aufstieg und ein erneuter Abstieg. Diese Durststrecke des Vereins, welcher auch später vom Abstieg in die Regionaliga bedroht war, endete erst als Ralf Rangnick, am 1. Juli 2001 das Ruder in die Hand nahm und die Hannoveraner ohne Rückhalt in die erste Bundesliga führte. Zum ersten Mal, seit einer langen Zeit der Abstinenz, bewies der Klub seinen Fans, dass sie das Spielen nicht verlernt hatten. Rangnick wurde 2004 vom Vorstand entlassen.
Obwohl die Mannschaft ein eher mittelmäßiges Ergebniss über all die folgenden Jahre (ab 2001) aufbrachte, stellte sich die Frage des Abstiegskampfes ersteinmal nicht mehr.
Am 10. November 2009 der bisherig größte Schock für die Mannschaft: Ihr Torwart Robert Enke nahm sich in der Nacht vom 9. auf den 10. November das Leben, als er sich aufgrund seiner Depressionen vor einen Zug warf.