WM 2010: Deutschland ohne Kuranyi und Adler

4. Mai | Hintergründe |

Na, das fängt ja toll an. Deutschlands nominell bester Stürmer darf nicht mit zur WM und Deutschlands bester Keeper kann nicht mit. Bundestrainer Jogi Löw hat es nicht leicht, aber angeblich einen Plan.

Stürmer Kevin Kuranyi darf nicht mit zur WM nach Südafrika fahren. Bundestrainer Löw teilte Kuranyi seine Entscheidung am Montag per Telefon mit. Grund, Kuranyi passe taktisch und personell nicht ins Konzept.

„Es wäre für uns kein Problem gewesen, ihm trotzdem in der Nationalmannschaft eine neue Chance zu geben. Bei allen Überlegungen in unserem Trainerteam sind wir jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass wir taktisch und personell andere Vorstellungen für die Zusammenstellung des WM-Aufgebots haben“, verkündete Löw nach wochenlangen Diskussionen am Montag.

Für Kuranyi ist es bereits die zweite verpasste WM-Chance nach 2006, allerdings dürfte nach der sehr guten Bundesliga Saison die Enttäuschung doppelt so groß sein. Jetzt werde er sich wie jeder andere Fan die WM vor dem Fernseher ansehen müssen, verkündete Kuranyi, der die Entscheidung des Bundestrainers voll akzeptiere und respektiere.

Während Löw für den WM-Sturm auf in der Bundesliga alles andere als erfolgreiche Stürmer wie Klose und Podolski setzt, hatte er sich im Tor auf den erfolgreichen Keeper Adler festgelegt. Die Entscheidung über die Nummer eins im Tor fiel bereits vor Wochen, und nun, Tiefschlag, alles geht von vorne los.Nationaltorwart René Adler von Bayer Leverkusen hat sich am 17. April eine Rippe gebrochen. Gestern gab Adler bekannt, nicht an der WM teilnehmen zu können. „Das war die schwierigste Entscheidung meines Lebens. Aber es wäre mir selbst, meinem Verein und der Nationalmannschaft gegenüber letztlich unverantwortlich gewesen, an der WM teilzunehmen“, sagte der 25jähre schwer enttäuscht.

Auf Grund extremer Schmerzen, wird sich Adler nun einer Rippen-OP unterziehen. Wer die neue Nummer eins im deutschen Tor wird, ist ungewiss. Zur Auswahl stehen Tim Wiese, Manuel Neuer und nach wie vor Jens Lehmann.


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