WM-Aus für Michael Ballack

17. Mai | Hintergründe |

Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack wird definitiv nicht mit zur Fußball-WM 2010 fahren. Dies verkündete der DFB in einer Pressemitteilung. Michael Ballack hat sich einen Riss des Innenbandes und einen Teilriss des vorderen Syndesmosebandes des rechten Sprunggelenks zugezogen. Bis zur WM wird er nicht wieder fit sein.

Das ist ganz bitter für die deutsche Elf. Ausgerechnet ihr Kapitän und Mittelfeld-Stratege Michael Ballack fährt nicht mit nach Südafrika. Eine Kernspintomographie im München brachte darüber letzte Gewissheit. Von Seiten der Ärzte heißt es, Ballack könne frühestens in acht Wochen wieder mit dem Training beginnen. Mit dieser Diagnose wird eine Teilnahme an der WM für Ballack unmöglich.

„Ich bin natürlich sauer und enttäuscht, aber ich will das jetzt nicht bewerten. Wenn man zwei, drei Wochen vor der WM so eine Diagnose bekommt, ist das natürlich bitter“, sagte Ballack. Auch für Bundestrainer Löw ist diese Diagnose bitter. „Wir sind darüber alle sehr traurig. Michael Ballack ist für uns ein wichtiger Spieler, ein Weltklassespieler, der gerade auch in den entscheidenden Partien eine tragende Rolle gespielt hat. Von daher waren wir heute Morgen geschockt, als wir die Nachricht erfahren haben“, hieß es von Löw aus dem Trainingslager in Sizilien. Verletzt hatte sich Michael Ballack am Samstag im Finale des FA-Cups gegen den FC Portsmouth. Kevin-Prince Boateng foulte Ballack in der 36. Minute, woraufhin Ballack ausgewechselt werden musste. „Das sah schon nach Absicht aus“, sagte Ballck nach dem Spiel, da Boateng Nationalspieler für Deutschlands Gruppengegner Ghana ist. Ob die Beschuldigungen nun stimmen oder nicht, macht für Ballack und co. leider keinen Unterschied mehr.


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