Der VfL Bochum macht es zwei Spiele vor Saisonende dem HSV gleich und feuert seinen Trainer. Heiko Herrlich, einst Champions League Gewinner mit Dortmund, muss seine Sachen packen. Nachfolger wird Ex-Nationalspieler Dariusz Wosz.

Zwei Spieltage vor dem Ende der aktuellen Fußball Bundesliga Saison ist Trainer Heiko Herrlich wohl nicht mehr gern gesehen in Bochums Chefetage sowie bei der Mannschaft. Offiziell heißt es als Begründung von Sportvorstand Thomas Ernst: „Es geht darum, den Hebel umzulegen und nach dem letzten Strohhalm zu greifen. Wir wollen der Mannschaft ein anderes Gesicht geben“.

Heiko Herrlich ist erst am 27. Oktober 2009 Trainer des Revier-Clubs geworden, damals als Nachfolger von Frank Heinemann. Trotz seiner Unerfahrenheit spielten die Bochumer unter Herrlich ab dem 11. Spieltag eine gute Bundesliga Hinrunde und erzielten acht Siege in Folge im Winter. In der Rückrunde verspielte der VfL Bochum allerdings seinen respektablen Vorsprung und stürzte auf Platz 16 der Tabelle ab.   


Das Champions League Finale 2010 wird zwischen Inter Mailand und Bayern München ausgefochten. Trotz 0:1 Niederlage gegen Barcelona „mauerten“ sich die Italiener dank des Hinspielerfolgs zum Halbfinalsieg.

Die Mannen um Trainerstar José Mourinho haben es geschafft, in Unterzahl mauerten sie sich 50 Minuten lang vor dem eigenen Tor ein und brachten Messi und co. zur Verzweiflung. Der Knackpunkt des Spiels ereignete sich in der 28. Minute. Thiago Motta foult Busquets und sieht dafür die rote Karte. Sofort beordert Mailand-Coach Mourinho alle Spieler in die Abwehr.

Der FC Barcelona stand unter Zugzwang, nach dem 1:3 im Hinspiel musste zu Hause etwas geschehen und so stürmten Messi und Ibrahimovic unentwegt auf das gegnerische Tor. Doch fortan ging gar nichts mehr, es war einfach kein Durchkommen für die Barca-Stürmer. Erst in der 84. Minute fiel der Siegtreffer für Barcelona, geschossen von Abwehrspieler Piqué, doch das Ergebnis reichte nicht aus, um ins Finale einzuziehen.

Während die einen von der „taktischen Meisterleistung“ José Mourinhos schwärmen, sprechen die anderen vom „Anti-Fußball“. Und in der Tat, diese krass defensive Spielweise zerstörte wirklich jede Spielfreude und war hässlich anzusehen. Unbestritten ist jedoch der Erfolg dieser Taktik, Inter Mailand steht jetzt im Finale der Königsklasse gegen den FC Bayern München.   


Frank Ribery ist für drei Spiele in der UEFA Champions League gesperrt worden. Zu diesem Urteil kam heute die Kontroll- und Disziplinarkommission der UEFA. Ribery fehlt dem FC Bayern München damit auch im Finale am 22. Mai in Madrid.

Nun ist es also amtlich, Ribery darf nicht mehr mitspielen, zumindest nicht in der Champions League. Einen Tag nach Bayerns Triumph im Halbfinale gegen Lyon verkündete Thomas Pratl, Leiter des Disziplinarausschusses der UEFA, dieses harte, aber wohl letztlich gerechtfertigte Urteil.

Aus der Traum vom Finale für Ribery und ein Tiefschlag für den FC Bayern, man hatte sich ein anderes Ergebnis erhofft, wenn nicht erwartet. Man habe „großes Vertrauen in die UEFA-Gerichtsbarkeit, dass das gewünschte Ergebnis rauskommt“, verkündete noch am Abend in Lyon Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Aber nix da, der Franzose wird in Madrid wohl von der Tribüne aus zugucken müssen.

Zeit zum Nachdenken für Ribery, dessen Saison alles andere als optimal verläuft. Erst Verletzungspech, dann die Prostitutions-Affäre in Paris, jetzt die Champions League Sperre. Ribery kann die Münchener momentan nur noch in der Bundesliga und im Pokalfinale gegen Werder Bremen am 15. Mai unterstützen.    


Im Halbfinal-Rückspiel der Fußball Champions League hat Bayern München 3:0 gegen Olympique Lyon gewonnen. Sie stehen nun im Finale der Königsklasse und treffen am 22. Mai auf Inter Mailand oder den FC Barcelona. In einer furiosen Partie erzielte Ivica Olic drei Tore.

Er war der Mann des Abends, Ivica Olic, er erzielte drei Tore und schoss die Bayern ins Champions League Finale. Die Bayern demonstrieren von Beginn an ihre Dominanz im Stade de Gerland gegen Olympique Lyon. Munter wurde nach vorn gespielt, keinem Zweikampf aus dem Weg gegangen, die Abwesenheit von Frank Ribery fiel überhaupt nicht auf.

Bereits in den Anfangsminuten hatte der FCB seine erste klare Torchance, Olic legte auf, Thomas Müller schoss nur knapp am Tor der Franzosen vorbei. Vor 42.000 Zuschauern waren die Münchener von Beginn an präsent und hellwach. Trotz einwöchiger Spielpause war Lyon hingegen schwach und ideenlos. OL stand zum ersten Mal in einen CL-Halbfinale, doch am gestrigen Abend hatten sie den furios auftrumpfenden Bayern einfach nichts entgegen zu setzen.

Olic zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten. Nach dem 1:0 in der 26. Minute durch Knipser Ivica Olic schien der Bann gebrochen und die Bayer nicht mehr aufzuhalten. Es folgte das 2:0 in der 67. Minute und das mehr als verdiente 3:0 in der 77. Spielminute. Einzig dank Nationalkeeper Lloris wurde die Partie nicht zu einer Blamage für Olympique Lyon. Am Ende gewannen die Bayern souverän, was in erster Linie ihrer kompakten Mannschaftsleistung zu verdanken war. Des Trainers Handschrift auch hier deutlich zu erkennen.   


Der FC Bayern München will seine Abwehr verstärken und dafür wollen sie ein ganz besonderes Prunkstück an die Isar holen. Es handelt sich dabei um Adil Rami, einem französischen Abwehrspieler vom OSC Lille. Andere Vereine sind aber auch an ihm dran.Kurz vor dem Champions League Rückspiel gegen Olympique Lyon offenbaren sich Bayerns Schwächen in der Abwehr.

Das kann schon mal passieren, wenn Demichelis und van Buyten gleichzeitig verletzt sind und auch Timoschtschuk nicht einsatzbereit ist. Was wäre in solch schweren Zeiten sinnvoller, als über eine mögliche Verstärkung der Abwehr zu spekulieren? Nichts, und darum wird sogleich gemunkelt, der FC Bayern München sei an Defensivspieler Adil Rami vom OSC Lille interessiert. Der 1,91 Hüne würde sich auch in der Tat sehr hübsch einreihen in die Bayern-Abwehr neben van Buyten und Badstuber.

Adil Rami ist 24 Jahre alt und hat noch bis 2012 einen Vertrag bei Lille. Es heißt, er sei Fans vom FC Liverpool und des italienischen Fußballs. Mächtig verwirrend sind also die Vorlieben des Franzosen marokkanischer Herkunft, schließen sich doch für Gewöhnlich der englische und italienische Fußball aus.    


ARD und ZDF hoffen bei der WM 2010 auf ein zweites Fußball-Märchen. Günter Netzer wird zum letzten Mal neben Gerhard Delling für verbale Fehlpässe sorgen und Béla Réthy kommentiert das Endspiel.

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat nun offiziell sein Programm für die Fußball-Weltmeisterschaft präsentiert. Zusammen übertragen ARD und ZDF in schöner Abwechslung 55 der 64 WM-Spiele. Das Eröffnungsspiel zwischen WM-Gastgeber Südafrika und Mexiko wird am 11. Juni in der ARD übertragen, kommentiert von Gerd Gottlob.

Das Endspiel am 11. Juli in Johannesburg darf der ZDF-Fernsehjournalist Béla Réthy kommentieren und ist mächtig ergriffen und stolz darüber. „Dafür macht man den Job“, sagte er nach seiner Ernennung und wünscht sich eine Finalbegegnung zwischen Deutschland und Brasilien, so wie im Jahre 2002.

Die Kommentatorenriege von ARD und ZDF

Die öffentlich-rechtlichen Sender kennen sich mit Großereignissen aus, erst im Februar übertrugen sie noch die 21. Olympischen Winterspiele live aus Vancouver. Eine Fußball-WM ist natürlich um einiges größer, aber auch das hatten sie in der Vergangenheit gut im Griff.

Für die ARD am Start ist das nicht nur unter Fußball-Kennern allseits bekannte Duo Gerhard Delling und Günter Netzer. Mit letzterem verbinden ja nicht wenige eine Art Hassliebe, dennoch ist es irgendwie erleichternd zu hören, dass es Günters letzte Tage als ARD-Experte sein werden. Als zweites Duo werden Mehmet Scholl und Reinhold Beckmann die Spiele im Nachhinein analysieren. Als Kommentatoren eingesetzt werden Gerd Gottlob, Tom Bartels und Steffen Simon.

Das ZDF wird erstmals nicht alles auf Zwiebackbubi-Gesicht Johannes B. Kerner setzen, der ist nämlich gar nicht mit dabei. Gesichter des Mainzer Senders sind Katrin Müller-Hohenstein, Rudi Cerne und Michael Steinbrecher, als Experten unterstützen sie Oliver Kahn und Urs Meier. Neben Béla Réthy sind als Kommentatoren Wolf-Dieter Poschmann, Oliver Schmidt und Thomas Wark zu hören.   


Nach dem mageren 0:0 im Europa League Halbfinale gegen den FC Fullham ist für die Hanseaten zwar noch alles drin, aber dafür müssen sie sich im Rückspiel deutlich steigern.

„Die beste Möglichkeit, Träume zu verwirklichen, ist aufzuwachen!“ Dieser Spruch stand in großen Lettern über die ganze Westtribüne der HSV-Arena. Genützt hat es nichts, der HSV ist alles andere als aufgewacht und kam über ein müdes und langweiliges 0:0 gegen Fullham nicht hinaus.

Hamburg spielt ängstlich und kopflos

Nach dem torlosen Remis drängt sich der Eindruck auf, die Hamburger spielten kopflos und vor Angst gelähmt. Auch scheint das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer nicht mehr das beste zu sein, bei noch verbleibenden drei Spielen in der Bundesliga steht Hamburg derzeit auf Platz Sieben der Tabelle, die Tendenz zeigt nach unten. Der Gewinn der Europa League scheint momentan die einzig realistische Möglichkeit, im nächsten Jahr international zu spielen.

Dafür müsste der HSV allerdings so schnell wie möglich aus seiner Lethargie aufwachen und das Halbfinal-Rückspiel gegen Fullham in London gewinnen. Die Ausgangsposition ist ja nicht schlecht. „Es war nicht einfach heute für uns, Fulham hat nur verteidigt. Wir müssen nächste Woche ein Mittel finden, die dichte Abwehr zu knacken“, sagte HSV-Abwehrchef  Joris Mathijsen nach dem Hinspiel.    


Wer Public Viewing zur Fußball-WM veranstalten möchte, braucht die Genehmigung der FIFA. Nun könnte es zu einem Präzedenzfall kommen, denn die Berlinerin Johanna Ismayr will am Bundespressestrand die Spiele auch ohne FIFA Lizenz öffentlich übertragen.

Die Regeln der FIFA zu Public Viewing sind kompliziert und ziemlich monopolistisch geprägt. Um Public Viewing handelt es sich dann, wenn Fußballspiele nicht im eigenen Wohnzimmer, sondern öffentlich in „Kinos, Bars, Büros, auf Baustellen, auf Bohrinseln, Bussen, Krankenhäusern und Militäreinrichtungen“ ausgestrahlt werden. Ist dies der Fall, so muss im Vorhinein eine Lizenz bei der FIFA beantragt werden.

FIFA sagt „nein“ zum Bundespressestrand

Die FIFA unterscheidet beim Public Viewing zwischen gewerblicher und nicht-gewerblicher Nutzung. Johanna Ismayr hat für die WM-Übertragung am Bundespressestrand in Berlin zunächst die Lizenz für eine gewerbliche Nutzung beantragt. Mit dem Verweis auf ein bereits genehmigtes FIFA-Fan-Fest in Berlin wurde ihr Antrag abgelehnt, es könne keine weitere Lizenz für Berlin ausgestellt werden, hieß es zur Begründung.

Nachdem sie daraufhin die Lizenz für ein nicht-gewerbliches Public Viewing beantragt hatte, aber seit Wochen auf Antwort warten muss, erwägt sie, gegen die FIFA zu klagen. „Es kann doch nicht sein, dass ein Fußballverband sagt: Du darfst den Fernseher in der Öffentlichkeit anschalten und du nicht“, empört sich Ismayr gegenüber der Zeitung „Die Zeit“.    


Die Deutsche Fußball Liga hat vorerst allen Proficlubs aus der Ersten und Zweiten Bundesliga eine Lizenz für die kommende Saison 2010/11 erteilt. Einige Vereine müsse noch Auflagen erfüllen.

„Die Lage ist angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise deutlich schwieriger als in den vergangenen Spielzeiten, aber die Klubs stellen sich darauf ein“, erklärte Werner Möglich, DFL-Direktor Lizenzierung. Zuvor hatte die DFL verkündet, keinem Verein aus der Bundesliga und der Zweiten Bundesliga die Lizenz zu verweigern.

„Dennoch mussten wir einigen Klubs im Sinne der Integrität des Wettbewerbs Auflagen und Bedingungen erteilen“, sagte Möglich weiter, nannte jedoch keine Namen. Noch bis Anfang Juni müssen also einzelne Proficlubs bestimmte Bedingungen erfüllen, um die dringend benötigte Lizenz auch endgültig zu erhalten

Der mit 4,5 Millionen Euro hoch verschuldete Zweitligist Arminia Bielefeld gehört mit Sicherheit zu den Auflagekandidaten, ebenso die ebenfalls verschuldeten Alemannia Aachen. Dass man Auflagen erfüllen müsse, teilte der FC Paderborn mit. Christian Bönig, Teammanager des FC St. Pauli, sagte, der Verein habe die Spielberechtigung ohne Bedingungen und mit nur minimalen Auflagen erhalten.    


Bayern-Star Franck Ribery ist kurz vor der WM in einen handfesten Sex- und Prostitutionsskandal verwickelt. Vor der französischen Justiz hat er gestanden, mit einer minderjährigen Prostituierten Sex gehabt zu haben.

Wegen Zuhälterei hat die Pariser Polizei vor einer Woche einen Nachtclub auf den Camps Elysées durchsucht und zwanzig junge Frauen vernommen. Eine von ihnen behauptete, noch im minderjährigen Alter mit Fußball-Star und Nationalspieler Franck Ribery Kontakt gehabt zu haben.

Ribery verwickelt in Prostitutionsskandal

Franck Ribery wurde nach Angaben seiner Anwältin in der Angelegenheit als Zeuge verhört, für sie sei das Thema damit erledigt. Ganz vom Tisch ist das Thema aber noch nicht, Ribery habe zugegeben, mit dem inzwischen volljährigen Mädchen Kontakt gehabt zu haben und habe sie sogar nach München kommen lassen.

Im Zuge der Ermittlungen gegen den Pariser Prostituierten-Ring kommt Ribery bisher nicht als Beschuldigter in Betracht, allerdings sei es dem ermittelnden Richter André Dando überlassen, ob er eine Anklage gegen Ribery einreicht. In Frankreich droht in solchen Fällen eine Gefängnisstrafe von drei Monaten sowie eine empfindliche Geldstrafe in Höhe von 45.000 Euro.   


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