Brasilien

Noch etwa zwei Jahre und neun Monate verbleiben bis die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien beginnt. Noch gibt es viel zu tun, damit die WM am Zuckerhut zum Erfolg werden kann: Viele Stadien sind noch nicht fertig, aber gefeiert wird trotzdem schon kräftig.

In Belo Horizonte wurde der Countdown zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien im Jahr 2014 gestartet. Staatspräsidentin Dilma Rousseff und Stürmer-Legende Pelé enthüllten ein Trikot der brasilianischen Nationalmannschaft, dessen Rückennummer „1000 Dias” - zu deutsch „1000 Tage” - lautete.

Danach besichtigten sie gemeinsam die Baustelle des Mineirao-Stadions in der Stadt, in der eventuell das Eröffnungsspiel am 12. Juni 2014 ausgetragen werden soll. Gut gelaunt und mit Bauarbeiterhelmen ausgerüstet, spazierten sie an Betonsäcken und Kieshaufen vorbei. Die Spielstätte soll nach abgeschlossenen Umbau einmal fast 70 000 Menschen Platz bieten.

Kritik am WM-Ausrichter

Die sonnigen Mienen von Pelé und Rousseff konnten aber nicht einige Kritikpunkte überstrahlen, die vielen Fans Sorgen bereitet. Bislang erfüllt keine der geplanten zwölf Austragungsorte die Ansprüche des FIFA-Reglements und die Modernisierungsarbeiten gehen schleppend voran. Ein Streik von über 2000 Handwerkern an der Baustelle von Rio de Janeiros Stadion Maracana sorgt für noch mehr schlechte Presse. Auch die Infrastruktur ist nicht auf dem neuesten Stand. Doch diese Bedenken versuchte Rousseff zu zerstreuen und gleichzeitig auch ein starkes Signal in Zeiten einer schwächelnden Weltwirtschaft   


Kaum ist die WM 2010 in Südafrika abgeschlossen, richten sich die Gedanken der meisten Fußballfans schon wieder auf die nächste WM. Wie bekannt ist, findet 2014 die WM in Brasilien statt. Wie auch bei Südafrika, fragen sich die meisten Anhänger, ob das wohl alles gut gehen kann.
Infrastruktur des Landes, veraltete Stadien, Kriminalität und viele Dinge mehr, halten diese Bedenken am Leben. Sicherlich steht Brasilien schon immer für feinste Fußballkost und Unterhaltung par excellence. Auf dem Spielfeld lassen die brasilianischen Spieler immer mal gerne Disziplin und Organisation vergessen. Es ist den Spielern oftmals nicht wichtig, das der mit der Hacke gespielte Pass ankommt. Hauptsache man hat es versucht.

Es wird befürchtet, dass genau diese Einstellung, die die Spieler an den Tag legen, auch von den Organisatoren gelebt wird. Spaß, Freude und Sorglosigkeit steht vielleicht sogar über der Sicherheit für diese WM. Lassen wir uns überraschen und hoffen, dass uns die Brasilianer eines besseren belehren werden.